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08.12.2016

Zum Feiertag "Maria Empfängnis": JUNGFRAUENGEBURT BEI STAR WARS? Wäre die Jungfrauengeburt in Star Wars passiert, wäre es einfach. Denn viele „moderne" Menschen erwarten von der Bibel Wahrheiten wie Lottozahlen oder wie Betty-Bossy-Rezepte. Und wenn das dann nicht ganz so geht, tun sie die Bibel als Märchen ab und wenden sich wieder den Internet-Blogs zu, wo sie über die wunderbare Herkunft von Luke Skywalkers Vater diskutieren. Vielleicht etwa so: Weit weg von unserer Kultur wächst ein Leben heran, das die Macht hat, uns zu retten. Dieser Retter wurde von den alten Jedi-Rittern prophezeit, und dass er die „dunkle Seite der Macht" besiegen könne. Rettung kommt nicht aus Intrigen Ein Heiland also. Wir sind es in unserem Leben ja gewohnt, dass sich viel zu oft die „dunkle Seite der Macht" durchsetzt - Unsere Welt kennt viele „Darth Vaders". Selten steigt ein Retter von der Leinwand, wenn Macht und Intrige herrschen. Denn so funktioniert Politik nun mal, das war bei König Artus nicht anders als bei „Game Of Thrones", auch in den Kirchen sind Macht und Intrigen bekannte Kumpane. Schnell leuchtet ein: Wirkliche Rettung kann nicht aus solchen Prinzipien kommen, wie sie die Geschichte und die Gegenwart bestimmen. Trotzdem sagt Star Wars: Die Rettung kommt. Ohne dass wir genau wissen, wie. Jemand erscheint, der uns Heilung bringt. Normal ist so etwas nicht zu erklären. Wir wissen nur, wir wünschen es uns sehnlichst. Aber wir wissen auch, das ist gegen die Vernunft. Wunderbares wird empfangen Und solche Rettungs-Situationen, die können wir nicht „produzieren". Wir können sie nur annehmen, „empfangen". Aber nicht so, wie es beim „Geschlechtsakt" geschieht, sondern „irgendwie aus dem Nichts". Für dieses Wunderbare, Unerklärliche, dafür haben die Star-Wars-Jünger aber keinen genauen Namen. Statt „irgendwie aus dem Nichts" sagt die Kirche: „Der Heiland ist von einer Jungfrau geboren", und das ist mir sympathisch geworden. Das ist zwar ein Übersetzungsfehler. Es sollte nämlich „junge Frau" heissen. Aber die Menschen durch viele Jahrhunderte hindurch haben eben verstanden: In der Bibel geht es nicht um Biologie, sondern um tiefe menschliche Wahrheit. Denn wenn man im tiefsten Dunkel hockt, und dann kommt plötzlich Rettung – das erlebt man selber immer wie ein unnatürliches Wunder aus dem jungfräulichen Nichts.